[2017] Ferdinand Joesten: „Sehstücke“

Ferdinand Joesten ist ein Bildersammler, der flüchtige Momente auf Papier bannt. Wachsam durchstreift er die Welt, sei es zu Hause oder in weiter Ferne. Sie ist seine Bühne. Was sich dort bietet, greift er sekundenschnell auf. Dabei hat er einen Blick für beiläufige und bemerkenswerte Dinge und Situationen. Dem Dokumentarischen scheinbar enthoben, verwandelt er Gesehenes mittels unüblicher Ausschnitte und Perspektiven zu skurrilen und bizarren wie auch poesievollen und traumhaften Fotografien. Jedes Bild erzählt eine kleine Geschichte: Die Spiegelung von Neonlicht in einer Kaffeetasse, ein Steinmännchen am Wasser im Kontrast zu einem Felsmassiv oder ein fliegender Zeppelin hautnah an der Hutkrempe eines Fußgängers.

Joesten, geboren in Bonn, absolvierte von 1970 bis 1972 eine Fotografenausbildung beim Berliner Lette-Verein. Anschließend arbeitete er im Videostudio bei Siemens und als Wissenschaftsfotograf am Veterinärmedizinischen Institut der Freien Universität Berlin. Seit 1982 lebt er in Ostrach und konzentriert sich auf die künstlerische Fotografie.

Hier finden Sie den Vortrag zur Einführung in die Ausstellung vom 22.06.2017.

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