2011 Martha Gubler: Spiegel der Wirklichkeit

Titel

Spiegel der Wirklichkeit

Zeitraum

12. Februar – 25. März 2011

Ort

Museum Rosenegg, Kreuzlingen

Einführung

Dorothea Cremer-Schacht, Konstanz
Katrin Zellweger, Weinfelden

Begleitprogramm

„Kleider haben ein Innenleben“
Modedesignerin Michaela Fröhli
Do 24.02.2011, 20:00 Uhr
Ort: Museum Rosenegg, Kreuzlingen

Begleitprogramm

„Fotografie gestern – heute – morgen“
Renata Egli im Gespräch mit der Fotografin Simone Kappeler und dem Fotografen Janosch Abel
Do 10.03.2011, 20:00 Uhr
Ort: Museum Rosenegg, Kreuzlingen

Im Jahr ihres 109. Geburtstages widmet sich das Museum Rosenegg in Kreuzlingen dem Werk der Fotografin Martha Gubler (1902-2005). Von 1930 bis 1962 führte die Grande Dame der Thurgauer Fotografie ein Atelier in Weinfelden. Ihr technisch und gestalterisch ausgezeichnetes Oeuvre, das in seiner Kontinuität unter weiblichen Fotografen seinesgleichen sucht, wird zum ersten Mal in einer repräsentativen Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Krankheit und Wirtschaftskrise brachten die aus Freiburg im Breisgau stammende Fotografin in die Schweiz. Dort gelang es ihr, sich in der männerbestimmten Fotobranche und Berufswelt zu behaupten. Tausenden von Menschen hat sie mit ihrer Portraitarbeit ein dauerhaftes Bild gegeben und demonstriert wie Kleidung, Haartracht, Posen, Gesichtsausdruck und Brauchtum sich verändert haben. Ihre eigenständige Fotografie bietet mehr als einen Einblick in die Arbeitsweise einstiger Fotoateliers, zeigt mehr als die bloße Geschichte einer Atelierfotografin. Martha Gubler hat mit ihrer Kamera Zeitgeschichte geschrieben und ihre Fotografien sind über die kunstgeschichtlichen Aspekte hinaus auch für Historiker, Soziologen und Heimatforscher aufschlussreich und bedeutsam.

Ausgestellt sind rund 170 überwiegend kleinformatige Originalfotografien. Sie entstammen Martha Gublers umfangreichem Nachlass, der heute dem Thurgauer Frauenarchiv gehört und im Staatsarchiv des Kantons Thurgau aufbewahrt wird. Bei der Auswahl hat die Projektgruppe Fotografie am Bodensee den Fokus auf die am häufigsten auftretenden bzw. reizvollsten Themen gelegt. Zu sehen sind Männer oder Frauen, die sich mal allein, mal in der Gruppe im besten Sonntagsgewand mit frischem Haarschnitt oder neuer Dauerwelle präsentieren; kleine Mädchen, die mit reizendem Kleid und Hütchen als niedliche Damen erscheinen; junge Frauen, die in langen Kleidern und Männer, die mit Hut und Trenchcoat modische Trends verfolgen oder das Image bekannter Stars imitieren. Brautleute sind sowohl als Paar, als auch im großen Familienverband zu sehen, mit überbordendem bis zierlichem Blumenschmuck. Den Aufnahmen aus der Atelierzeit sind Landschaftsbilder sowie Portraits aus den Lehr- und Gesellenjahren beigefügt. Musterbücher, Leporellos, Arbeitszeugnisse, private Fotografien in Vitrinen und ein Film, in dem die  Journalistin Kathrin Zellweger mit Zeitzeugen der Fotografin spricht,  runden das Bild ab.

Martha Gubler über den Fotografenberuf:
„Er gehört zu den beglückenden Berufen, bei denen etwas Bleibendes unter den Händen entsteht.“

Mit Unterstützung von: Stiftung Memoriav; Natalie Kolb, Archivmitarbeiterin Thurgauer Frauenarchiv; lic. phil. André Salathé, Leitung Staatsarchiv Frauenfeld; Martin Gubler, Weinfelden

Einladungskarte zur Ausstellung

Inforfahnen

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