Marta Hoepffner

Marta Hoepffner „Komposition mit Schatten und Rose“, 1943, Courtesy Stadtmuseum Hofheim am Taunus, © Estate Marta Hoepffner.

Die ungebrochen reizvolle „Komposition mit Schatten und Rose“ ist eine von vielen Arbeiten mit denen die Fotokünstlerin und Pädagogin Marta Hoepffner einen wichtigen Beitrag zur bildschöpferischen Fotografie des 20. Jahrhundert geleistet hat. Am 3. April vor 20 Jahren ist sie im Alter von 88 Jahren in der Nähe ihrer Wahlheimat Kressbronn verstorben. Ihre Werke sind im Besitz privater Sammler und Museen, ein großer Teil ihres Nachlasses befindet sich im Stadtmuseum Hofheim am Taunus. Marta Hoepffner ist Namensgeberin des dort seit 2002 verliehenen „Marta Hoepffner Preises für Fotografie“.

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Hansi Müller-Schorp

„Augen“ © Hansi Müller-Schorp

Hansi Müller-Schorp, geboren 1927 in Stuttgart, hat mit kreativer und perfekt gestalteter Sachfotografie auf sich aufmerksam gemacht. Im Fokus ihrer großformatigen Kamera standen Haushalts-und Alltagsgegenstände. Ihre streng komponierten Bilder von Tellern, Tassen, Besteck oder Gläsern, häufig gruppiert oder gestapelt prägen das Erscheinungsbild bekannter Firmen wie Arzberg, Schönwald oder Pott. Die Produkte der bekannten Hersteller nutzt Hansi Müller-Schorp auch für freie Arbeiten, wobei sie spielerischer vorgeht. Charakteristisch ist eine ausgefallene Lichtführung mit der sie die industriellen Erzeugnisse auf Formen und Linien voller Poesie reduziert. Selbst profanste Gegenstände wie Kleiderbügel aus Draht rückt sie anmutig ins Licht, wobei sie außer der eigenwilligen Ästhetik stets auch auf den Akt der Wahrnehmung betont.

Hansi Müller-Schorp gehört zu den wenigen Frauen, die sich in den der jungen Bundesrepublik in diesem schwierigen Metier behauptet haben. Von ihrem erfolgreichen Schaffen zeugen auch ihre Berufungen in den Bund Freischaffender Foto-Designer, dem Deutschen Werkbund, dem Verband Bildender Künstler und der Deutschen Fotografischen Akademie (DFA). In der DFA engagierte sie sich zudem von 1983 bis 2008 im Vorstand. Außerdem begründete sie in der Stuttgarter Gedok die Abteilung Film und Foto. Hansi Müller-Schorp ist Schülerin und Mitarbeiterin des einflussreichen Sachfotografen der Nachkriegszeit Willi Moegle (1897-1989), dessen Atelier in Leinfelden-Echterdingen sie Anfang 1970 übernahm und bis Mitte 1990 weiterführte. Das Atelier ist zugleich der Wohnsitz der Künstlerin.

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2020: Agnes Blum „Mehrbilder“

© Agnes Blum aus der Serie Mehrbilder, o.J.

Seit über 40 Jahren lebt und arbeitet Agnes Blum, gebürtig aus Kevelaer am Niederrhein, in Konstanz. Die aus der Tradition des Fluxus‘ kommende Konzeptkünstlerin arbeitet mit Skulptur, Installation, Performance, Zeichnung und Fotografie. Sie bevorzugt weiche, fließende Materialien. Stoffe, Wäsche und Fundstücke gehören zu ihren wiederkehrenden Sujets. In der Kantonsschule Kreuzlingen (C-Gebäude der Kantonsschule, 8280 CH-Kreuzlingen, Pestalozzistr. 7) stellt Agnes Blum erstmals ihre in Portugal entstandenen Bilder öffentlich vor.

Hier finden Sie die Einladungskarte.

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Evelyn Richter

Evelyn Richter in einer Aufnahme von Franzis von Stechow, o.J.

Die Grande Dame der sozial engagierten künstlerischen Fotografie der DDR ist am 31. Januar 2020 90 Jahre alt geworden. Richter studiert nach einer Ausbildung im Dresdner Atelier von Christine und Pan Walther an der HGB. 1955 beginnt sie freiberuflich zu arbeiten. Mit einem kritischen und differenzierten Blick widmet sie sich den Menschen im öffentlichen Raum und deren Lebens- und Arbeitsbedingungen. Von 1981-2001 lehrt sie an der HGB, später wird sie dort Ehrenprofessorin. Das Albertinum Dresden widmet ihr vom 26. Januar bis 31. Mai 2020 die Ausstellung Focus Evelyn Richter.

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2020: Marta Hoepffner: Vom Sichtbaren zum Unsichtbaren zum Sichtbaren

Begleitveranstaltung im Rahmen der Ausstellung: Wege in die Abstraktion Marta Hoepffner und Willi Baumeister
Wo: Zeppelin Museum Friedrichshafen, Seestr. 22, 88045 Friedrichshafen
Wann: 30. Januar 2020, 19 Uhr

Marta Hoepffner „Selbstportrait, 1935, © Estate Marta Hoepffner

Die 1912 in Pirmasens geborene Künstlerin leistete mit ihrer Experimentierlust Pionierarbeit auf dem Gebiet der Fotografie. Ihre Lichtobjekte führten das Medium an seine Grenzen. Angelehnt an Konzepte von Städelschule und Bauhaus eröffnete sie nach dem Krieg eine private Fotoschule, die über tausend Schüler ausbildete. Wann und warum steht sie im Licht und wann und warum im Schatten sind Fragen, die dabei aufgeworfen werden. Von 1971 bis zu ihrem Tod lebte die Künstlerin in Kressbronn, eine Zeit, die deshalb näher beleuchtet wird.

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2019: KonstanzKreuzlingen (un)beachtet

© Lukas Ondreka: Migros Kreuzlingen, 2019

Lukas Ondreka lebt seit zweieinhalb Jahren in Konstanz. Der gebürtige Offenbacher, Jahrgang 1989, studierte Politische Theorie in Frankfurt. In München hat er das Handwerk des Journalismus erlernt. Er arbeitet freiberuflich als Fotograf und Journalist für verschiedene Medien. Dazu betreibt er den Podcast „Dissens“. In dem Projekt über die unbeachteten Ansichten von Konstanz ist ihm eine wunderschöne Arbeit an der Form gelungen.

Hier finden Sie die Einladungskarte. Und hier die Laudatio.

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Herlinde Koelbl

Foto: © Dorothea Cremer-Schacht, o.T. 2010

Herlinde Koelbl hier in einer Aufnahme während ihrer Ausstellung in der Bad Saulgauer Fähre im Jahre 2010.

Am Donnerstag, den 31.10.2019 wird die umtriebige Fotografin und Filmemacherin, die in der Nähe von Lindau geboren wurde und aufgewachsen ist, 80 Jahre alt. Im Mittelpunkt ihres fast 45 – jährigen Schaffens steht der Mensch. Großartig sind ihre Interviews und Portraits von jüdischen Menschen wie ihre Langzeitstudien zu bekannten Politikern. Sie gehört zu den wichtigsten Chronisten Deutschlands. Erfolg feierte sie auch mit den Themen Wohnzimmer, Schlafzimmer, Aktaufnahmen, Haare oder aktuell mit Bildern zur Situation in der Psychiatrie.

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Christa Schweizer

Foto: © Christa Schweizer, o.T. 2015

Christa Schweizers Fotografien entstehen in der Kamera. Ganz einer traditionellen Arbeitsweise verhaftet, komponiert sie ihre Bilder bei der Aufnahme mit Licht, Farbe, Ausschnitt und Perspektive. Dabei spielt die Künstlerin mit der Abbildhaftigkeit fotografischer Bilder; sie verfremdet und verrätselt die Wirklichkeit und zieht den Betrachter in die Tiefe des Bildes. Ihre Motive findet sie in der Natur und Stadtlandschaft, wobei sich ihr Blick im Alltäglichen und vermeintlich Nebensächlichen verfängt, wie in Fundstücken aus marodem Holz oder abgegriffenem Metall, denen sie in poetischen und atmosphärischen wie malerisch anmutenden Bildern Dauer verleiht.

Christa Schweizer, geb. in Freiburg/Breisgau, 1880-1985 Studium der Sozialpädagogik, seit 1993 Beschäftigung mit künstlerischer Fotografie. Lebt und arbeitet in Konstanz.  

Webseite Christa Schweizer

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2019: Frauen hinter der Kamera

Referentin: Dorothea Cremer-Schacht

Ort: KWA Parkstift Rosenau
Zeit: Dienstag, 22. Juli 2019, 17.30 Uhr
78464 Konstanz, Eichhonstr. 56, Saal
Kursgebühr 4-6 Euro, Dauer 60 Minuten                                                                                  weitere Infos hier.

Im frühen 20. Jahrhundert suchten künstlerisch interessierte Frauen in der Lichtbildnerei Unabhängigkeit, Freiheit und Selbstverwirklichung. Auch in unserer Region ist diese Entwicklung zu beobachten. Für die erste Hälfte des 20. Jahrhundert traten Lotte Eckener und Anne Winterer mit Landschafts- und Industriefotografie hervor. In der frühen Nachkriegszeit beeinflusste die Fotopionierin Marta Hoepffner mit außergewöhnlichen Experimenten das Medium. Den weiten Bereich des Portraits bespielen hervorragend Herlinde Koelbl, Franziska Messmer-Rast oder Franzis von Stechow. Die Vielfalt des Genres erfährt man in Arbeiten von Simone Kappeler, Daniela Keiser und Ulrike Ottinger. Das Interesse an der Fotografie ist bis heute ungebrochen. Die Erfindung der digitalen Fotografie hat zu neuen Arbeitsweisen geführt, die sich beispielsweise in den abstrakten Bildwelten von Bette Bayer manifestieren. Das Verständnis von Fotografie hat sich seither stark erweitert, auch Zeichnungen, Objekte oder Videos sind mit eingeschlossen.

Die zahlreichen Beispiele schildern nicht nur die Sichtweisen verschiedener Fotografinnen, sondern spiegeln auch die Entwicklung des Mediums über rund 100 Jahre.

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2019: Frauen und Fotografie

Referentin: Dorothea Cremer-Schacht

Ort: vhs, 88045 Friedrichshafen, Charlottenstr. 12/2, Tagungsraum 1
Zeit: Mittwoch, 23. Oktober 2019, 19.00 Uhr                                                            Kursgebühr 6 Euro (Kurs-Nr. GB4301), Dauer 90 Minuten                                              weitere Infos hier.

Im frühen 20. Jahrhundert suchten künstlerisch interessierte Frauen in der Lichtbildnerei Unabhängigkeit, Freiheit und Selbstverwirklichung. Auch in unserer Region ist diese Entwicklung zu beobachten. Für die erste Hälfte des 20. Jahrhundert traten Lotte Eckener und Anne Winterer mit Landschafts- und Industriefotografie hervor. In der frühen Nachkriegszeit beeinflusste die Fotopionierin Marta Hoepffner mit außergewöhnlichen Experimenten das Medium. Den weiten Bereich des Portraits bespielten hervorragend Herlinde Koelbl, Franziska Messmer-Rast oder Franzis von Stechow. Die Vielfalt des Genres erfährt man in Arbeiten von Simone Kappeler, Daniela Keiser und Ulrike Ottinger. Das Interesse an der Fotografie ist bis heute ungebrochen. Die Erfindung der digitalen Fotografie hat zu neuen Arbeitsweisen geführt, die sich beispielsweise in den abstrakten Bildwelten von Bette Bayer manifestieren. Das Verständnis von Fotografie hat sich seither stark erweitert, auch Zeichnungen, Objekte oder Videos sind mit eingeschlossen.

Die zahlreichen Beispiele schildern nicht nur die Sichtweisen verschiedener Fotografinnen, sondern spiegeln auch die Entwicklung des Mediums über rund 100 Jahre.

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