Lotte Eckener – 25. Todestag

„Lotte Eckener im Atelier Alexander Binder“, Berlin ca. 1928, Archiv Dorothea Cremer-Schacht

Am 24. Februar 1995 verstarb die Fotografin und Verlegerin Lotte Eckener im Alter von 89 Jahren in Konstanz. Die Tochter des Luftschiffers Dr. Hugo Eckener war eine bekannte Fotografin und in den 1950er/60er-Jahren eine erfolgreiche Verlegerin (Simon + Koch Verlag Konstanz). Die literarische Gesellschaft FORUM ALLMENDE plant für den Spätherbst 2020 (evtl. Frühjahr 2021) eine Ausstellung mit Katalog über Lotte Eckener im Hermann Hesse-Museum Gaienhofen. Kuratiert wird die Ausstellung von Kulturredakteur Siegmund Kopitzki und Dorothea Cremer-Schacht.

2020: Agnes Blum „Mehrbilder“, Kantonsschule Kreuzlingen

© Agnes Blum aus der Serie Mehrbilder, o.J.

Seit über 40 Jahren lebt und arbeitet Agnes Blum, gebürtig aus Kevelaer am Niederrhein, in Konstanz. Die aus der Tradition des Fluxus‘ kommende Konzeptkünstlerin arbeitet mit Skulptur, Installation, Performance, Zeichnung und Fotografie. Sie bevorzugt weiche, fließende Materialien. Stoffe, Wäsche und Fundstücke gehören zu ihren wiederkehrenden Sujets. In der Kantonsschule Kreuzlingen (C-Gebäude der Kantonsschule, 8280 CH-Kreuzlingen, Pestalozzistr. 7) stellt Agnes Blum erstmals ihre in Portugal entstandenen Bilder öffentlich vor.

Hier finden Sie die Einladungskarte.

Evelyn Richter wird 90 Jahre alt

© Franzis von Stechow „Evelyn Richter“, o.J.

Die Grande Dame der sozial engagierten künstlerischen Fotografie der DDR ist am 31. Januar 2020 90 Jahre alt geworden. Richter studiert nach einer Ausbildung im Dresdner Atelier von Christine und Pan Walther an der HGB. 1955 beginnt sie freiberuflich zu arbeiten. Mit einem kritischen und differenzierten Blick widmet sie sich den Menschen im öffentlichen Raum und deren Lebens- und Arbeitsbedingungen. Von 1981-2001 lehrt sie an der HGB, später wird sie dort Ehrenprofessorin. Das Albertinum Dresden widmet ihr vom 26. Januar bis 31. Mai 2020 die Ausstellung Focus Evelyn Richter.

2020: Marta Hoepffner „Vom Sichtbaren zum Unsichtbaren zum Sichtbaren“, Zeppelin Museum Friedrichshafen

Begleitveranstaltung im Rahmen der Ausstellung: Wege in die Abstraktion Marta Hoepffner und Willi Baumeister
Wo: Zeppelin Museum Friedrichshafen, Seestr. 22, 88045 Friedrichshafen
Wann: 30. Januar 2020, 19 Uhr

Marta Hoepffner „Selbstportrait, 1935, © Estate Marta Hoepffner

Die 1912 in Pirmasens geborene Künstlerin leistete mit ihrer Experimentierlust Pionierarbeit auf dem Gebiet der Fotografie. Ihre Lichtobjekte führten das Medium an seine Grenzen. Angelehnt an Konzepte von Städelschule und Bauhaus eröffnete sie nach dem Krieg eine private Fotoschule, die über tausend Schüler ausbildete. Wann und warum steht sie im Licht und wann und warum im Schatten sind Fragen, die dabei aufgeworfen werden. Von 1971 bis zu ihrem Tod lebte die Künstlerin in Kressbronn, eine Zeit, die deshalb näher beleuchtet wird.

2019: „KonstanzKreuzlingen (un)beachtet“, Turm zur Katz Konstanz

© Lukas Ondreka „Migros Kreuzlingen“, 2019

Lukas Ondreka lebt seit zweieinhalb Jahren in Konstanz. Der gebürtige Offenbacher, Jahrgang 1989, studierte Politische Theorie in Frankfurt. In München hat er das Handwerk des Journalismus erlernt. Er arbeitet freiberuflich als Fotograf und Journalist für verschiedene Medien. Dazu betreibt er den Podcast „Dissens“. In dem Projekt über die unbeachteten Ansichten von Konstanz ist ihm eine wunderschöne Arbeit an der Form gelungen.

Hier finden Sie die Einladungskarte. Und hier die Laudatio.

Herlinde Koelbl – 80. Geburtstag

© Dorothea Cremer-Schacht, o.T. 2010

Herlinde Koelbl hier in einer Aufnahme während ihrer Ausstellung in der Bad Saulgauer Fähre im Jahre 2010.

Am Donnerstag, den 31.10.2019 wird die umtriebige Fotografin und Filmemacherin, die in der Nähe von Lindau geboren wurde und aufgewachsen ist, 80 Jahre alt. Im Mittelpunkt ihres fast 45 – jährigen Schaffens steht der Mensch. Großartig sind ihre Interviews und Portraits von jüdischen Menschen wie ihre Langzeitstudien zu bekannten Politikern. Sie gehört zu den wichtigsten Chronisten Deutschlands. Erfolg feierte sie auch mit den Themen Wohnzimmer, Schlafzimmer, Aktaufnahmen, Haare oder aktuell mit Bildern zur Situation in der Psychiatrie.

Christa Schweizer

© Christa Schweizer o.T., 2015

Christa Schweizers Fotografien entstehen in der Kamera. Ganz einer traditionellen Arbeitsweise verhaftet, komponiert sie ihre Bilder bei der Aufnahme mit Licht, Farbe, Ausschnitt und Perspektive. Dabei spielt die Künstlerin mit der Abbildhaftigkeit fotografischer Bilder; sie verfremdet und verrätselt die Wirklichkeit und zieht den Betrachter in die Tiefe des Bildes. Ihre Motive findet sie in der Natur und Stadtlandschaft, wobei sich ihr Blick im Alltäglichen und vermeintlich Nebensächlichen verfängt, wie in Fundstücken aus marodem Holz oder abgegriffenem Metall, denen sie in poetischen und atmosphärischen wie malerisch anmutenden Bildern Dauer verleiht.

Christa Schweizer, geb. in Freiburg/Breisgau, 1880-1985 Studium der Sozialpädagogik, seit 1993 Beschäftigung mit künstlerischer Fotografie. Lebt und arbeitet in Konstanz.  

Webseite Christa Schweizer

2019: Frauen hinter der Kamera

Referentin: Dorothea Cremer-Schacht

Ort: KWA Parkstift Rosenau
Zeit: Dienstag, 22. Juli 2019, 17.30 Uhr
78464 Konstanz, Eichhonstr. 56, Saal
Kursgebühr 4-6 Euro, Dauer 60 Minuten                                                                                  weitere Infos hier.

Im frühen 20. Jahrhundert suchten künstlerisch interessierte Frauen in der Lichtbildnerei Unabhängigkeit, Freiheit und Selbstverwirklichung. Auch in unserer Region ist diese Entwicklung zu beobachten. Für die erste Hälfte des 20. Jahrhundert traten Lotte Eckener und Anne Winterer mit Landschafts- und Industriefotografie hervor. In der frühen Nachkriegszeit beeinflusste die Fotopionierin Marta Hoepffner mit außergewöhnlichen Experimenten das Medium. Den weiten Bereich des Portraits bespielen hervorragend Herlinde Koelbl, Franziska Messmer-Rast oder Franzis von Stechow. Die Vielfalt des Genres erfährt man in Arbeiten von Simone Kappeler, Daniela Keiser und Ulrike Ottinger. Das Interesse an der Fotografie ist bis heute ungebrochen. Die Erfindung der digitalen Fotografie hat zu neuen Arbeitsweisen geführt, die sich beispielsweise in den abstrakten Bildwelten von Bette Bayer manifestieren. Das Verständnis von Fotografie hat sich seither stark erweitert, auch Zeichnungen, Objekte oder Videos sind mit eingeschlossen.

Die zahlreichen Beispiele schildern nicht nur die Sichtweisen verschiedener Fotografinnen, sondern spiegeln auch die Entwicklung des Mediums über rund 100 Jahre.

2019: Frauen und Fotografie

Referentin: Dorothea Cremer-Schacht

Ort: vhs, 88045 Friedrichshafen, Charlottenstr. 12/2, Tagungsraum 1
Zeit: Mittwoch, 23. Oktober 2019, 19.00 Uhr                                                            Kursgebühr 6 Euro (Kurs-Nr. GB4301), Dauer 90 Minuten                                              weitere Infos hier.

Im frühen 20. Jahrhundert suchten künstlerisch interessierte Frauen in der Lichtbildnerei Unabhängigkeit, Freiheit und Selbstverwirklichung. Auch in unserer Region ist diese Entwicklung zu beobachten. Für die erste Hälfte des 20. Jahrhundert traten Lotte Eckener und Anne Winterer mit Landschafts- und Industriefotografie hervor. In der frühen Nachkriegszeit beeinflusste die Fotopionierin Marta Hoepffner mit außergewöhnlichen Experimenten das Medium. Den weiten Bereich des Portraits bespielten hervorragend Herlinde Koelbl, Franziska Messmer-Rast oder Franzis von Stechow. Die Vielfalt des Genres erfährt man in Arbeiten von Simone Kappeler, Daniela Keiser und Ulrike Ottinger. Das Interesse an der Fotografie ist bis heute ungebrochen. Die Erfindung der digitalen Fotografie hat zu neuen Arbeitsweisen geführt, die sich beispielsweise in den abstrakten Bildwelten von Bette Bayer manifestieren. Das Verständnis von Fotografie hat sich seither stark erweitert, auch Zeichnungen, Objekte oder Videos sind mit eingeschlossen.

Die zahlreichen Beispiele schildern nicht nur die Sichtweisen verschiedener Fotografinnen, sondern spiegeln auch die Entwicklung des Mediums über rund 100 Jahre.

2019: Die 1960er Jahre in der Fotografie – Am Beispiel ausgewählter Fotografen und Fotografinnen der Bodensee-Region

Referentin: Dorothea Cremer-Schacht

Ort: Tertianum Konstanz
Zeit: Dienstag, 9. Juli 2019, 15.00 Uhr
Salon Mainau, Brotlaube 2a, 78462 Konstanz
Kursgebühr 5 Euro, Dauer 60 Minuten

Schaut man sich die künstlerische Fotografie der 1960er Jahre in Deutschland genauer an, stößt man auf drei richtungsweisende Strömungen in dieser Zeit. Die Humanistische Fotografie lässt den Betrachter in intuitiven, erzählerischen Bildern am Schicksal der Menschen teilnehmen. Die Subjektive Fotografie knüpft an die klassische Moderne der Vorkriegsjahre an, während (vor allem) die bildenden Künstler in der Kunst mit Fotografie ein neues Ausdrucksmittel fanden. Die rund 50 für diesen Vortrag ausgewählten Bilder stammen von renommierten Fotografen, die durch ihre Arbeit oder ihre Herkunft mit der Bodenseeregion in Verbindung stehen: darunter M. Hoepffner, G. Mangold, S. Lauterwasser und T. Schneiders. Dorothea Cremer-Schacht ist Kuratorin und Journalistin für Fotografie sowie Mitbegründerin der Projektgruppe „Fotografie am Bodensee“, die sich seit mehr als 25 Jahren auf vielfältige Weise der Förderung hiesiger Fotografen widmet.