2021: Buchvorstellung und inszenierte Lesung zu Lotte Eckener: Tochter, Fotografin und Verlegerin – Eine Spurensuche am Bodensee

© Lotte Eckener, Berlin 1928/29

Lotte Eckener (1906-1995) war nicht nur die Tochter eines weltberühmten Vaters – nämlich Dr. Hugo Eckener, Nachfolger von Ferdinand Graf Zeppelin. Sie hat als Fotografin das kulturelle Leben am internationalen Bodensee seit Mitte der 1930er Jahre und nach dem Zweiten Weltkrieg als Verlegerin mitgeprägt.

Die Schauspielerin Heinke Hartmann liest aus Lotte Eckener – Tochter, Fotografin und Verlegerin und aus unveröffentlichten Dokumenten. Die Herausgeber des Buchs, die Kuratorin Dorothea Cremer-Schacht und der Journalist Siegmund Kopitzki, rekonstruieren im lebendigen Vortrag die Biografie von Lotte Eckener, die in der Broschüre „Frauenleben in Konstanz-2 als eine von zwölf „Pionierinnen des letzten Jahrhunderts“ gewürdigt wird. In einem zweiten und dritten Teil der inszenierten Lesung wird die fotografische Leistung der Künstlerin und ihr verlegerisches Werk dargestellt. Diese Spurensuche entführt in eine Welt im Zwiespalt, wie das 20. Jahrhundert auch genannt wird.

Termine

23. Nov., 2021, 17:30 Uhr
KWA Parkstift Rosenau, Eichhornstr. 56
Anmeldung +49 7531 805-796, rosenau@kwa.de

Fällt wegen Corona aus

29. Nov. 2021, 20:00 Uhr
Intern. Bodenseeclub, Freiräume, Hofhalde
Anmeldung +49 7531 33470, ptrepulka@web.de

4. Dez. 2021, 19:30 Uhr
Kulturzentrum am Münster, Wolkenstein-Saal, Wessenbergstr. 43
Eintritt frei, Kollekte

Bitte beachten Sie die gültigen Corona – Regeln

2021: „Am Bach – Kaleidoskop“ Fotografien von Claudia Peyer, Museum Rosenegg Kreuzlingen

© Claudia Peyer, Chesbach 2021

Geheimnisvoll, rätselhaft, fast mystisch wirkend sind Attribute, die Claudia Peyers jüngsten Werkzyklus „Riverart“ charakterisieren. Die tafelbildgroßen, farbigen Fotografien entstanden zwischen 2018 und 2021 und sind im Museum Rosenegg ausgestellt. Es sind Bilder, die man so wohl kaum gesehen hat, obwohl sie unweit des Museums entstanden und ihren Ursprung in der Kreuzlinger Bachlandschaft haben. Bei der Bildgestaltung bedient sich Peyer einer besonderen Technik und kreativen Herangehensweise. Die Aufnahmen der kleinen Fließgewässer wie Chogebach, Chrebsbach oder Saubach kombinieren die Bereiche über und unterhalb der Wasserlinie, bekannt als halb-halb- oder gesplittete Fotografietechnik. So visualisiert Peyer zwei Welten parallel in einer Aufnahme. Mit ihrem Blick halb ins Wasser, halb aus dem Wasser, von hinter einem nur wenige handbreit hohen Wasserfall, oder durch Eiszapfen hindurch entwickelt sie eine faszinierende Ästhetik, die sich bereits in früheren Werkreihen manifestiert. Peyers reizvolle Perspektiven auf die Wasserlandschaft sind nicht allein der Ästhetik zuzuordnen, sondern sie möchten zugleich für den Schutz der Natur sensibilisieren, indem sie die „Welt aus der Sicht der Bäche“ zeigen.

Die Leidenschaft für Wasser entdeckte Claudia Peyer vor gut 20 Jahren während sie fremde Länder und Meere bereiste. 1999 begann sie zu Tauchen. Die Schönheit und Exotik der Ozeane faszinierte sie derart, dass sie bald begann, ihre Eindrücke vom Leben unter Wasser mit der Kamera an die Oberfläche zu holen, zuerst als Amateurin, seit 2008 professionell. Peyer ist Autodidaktin und hat ihre Kenntnisse im Selbststudium gewonnen.

Informationen zur Ausstellung im Museum Rosenegg Kreuzlingen, Schweiz

2021: Evelyn Richter „Von der Latenz der Bilder. Fotografien aus den 2000er-Jahren“, Leica Galerie Konstanz

© Evelyn Richter u. Werner Lieberknecht: links „Selbstportrait“, Bulgakow Museum, Moskau 2012, rechts „Selbstportrait in Cell (Eyes and Mirrors) von Louise Bourgeois“, Tate Modern, London 2007

Evelyn Richter ist eine der renommiertesten deutschen Fotografen. Im letzten Jahr erhielt sie als erste Preisträgerin, den seit 2020 von der Stadt Düsseldorf alle zwei Jahre für ein Lebenswerk ausgelobten angesehenen Bernd-und-Hilla-Becher-Preis. Einen Namen machte sich Richter vor allem mit ihrer sozialdokumentarischen Fotografie über das Leben in der DDR.

Weiterlesen

2021: Lotte Eckener „Tochter, Fotografin und Verlegerin“, Hesse Museum Gaienhofen

© Lotte Eckener „Nahes Allgäu“, 1935

Lotte Eckener (1906 Friedrichshafen – 1995 Konstanz) stand immer im Schatten ihres berühmten Vaters Dr. Hugo Eckener, dem Wegbegleiter und Nachfolger des Luftschiffpioniers Ferdinand Graf Zeppelin. Dabei hat sie als Fotografin und Verlegerin eigene Spuren in der internationalen Kulturregion Bodensee hinterlassen. Sieben Bücher veröffentlichte die Fotografin unter ihrem Namen, an 30 Kunst- und Fotobänden war sie als Verlegerin beteiligt.

Weiterlesen

2020: Esther Haase „Move!“, Leica Galerie Konstanz

© S. Beckerblau: Esther Haase im Gespräch mit Dorothea Cremer-Schacht während der Eröffnung in der Leica Galerie

Esther Haase ist in Bremen geboren und aufgewachsen. Sie entstammt einer Künstlerfamilie und der Umgang mit Design und Fotografie ist ihr seit Kindesbeinen vertraut. Ein paar Jahre vor ihrer Geburt, gründeten ihre Eltern in der Hansestadt ein Atelier für Gestaltung, das sie noch heute betreiben. Der Vater Fritz Haase ist Fotograf und em. Prof. für Fotografie und Kommunikationsdesign und die Mutter Sibylle Haase-Knels ist Gestalterin und Zeichnerin.

Weiterlesen

Agnes Blum – neue Publikation

„Mehrbilder“, Photographien von Agnes Blum, März 2020, o. P. (56 Seiten mit rd. 50 Abb.), 20,5 x 30 cm, 20 Euro

Die Publikation entstand in Zusammenarbeit mit der Kantonsschule Kreuzlingen (Sabine Kroeber)

Text: Dorothea Cremer-Schacht, Dokumentation und Beratung: Guido Kasper, Lay- out: Illustro/Martin Bührer

Die Publikation „Mehrbilder“ kann per Email oder telefonisch erworben werden bei Agnes Blum, agnesblum@agnesblum.de, +49 7531 627 36 | Buchhandlung Homburger und Hepp, buchhandlung@homburger-hepp.de, +49 7531  908 10 | Dorothea Cremer-Schacht, info@fotografie-am-bodensee.de, +49 7531 939 646

Die Konzeptkünstlerin Agnes Blum ist in Kevelaer/Niederrhein geboren. Seit 1970 lebt und arbeitet sie in Konstanz.  

Webseite Agnes Blum

Marta Hoepffner – 20. Todestag

Marta Hoepffner „Komposition mit Schatten und Rose“, 1943, Courtesy Stadtmuseum Hofheim am Taunus, © Estate Marta Hoepffner.

Die ungebrochen reizvolle „Komposition mit Schatten und Rose“ ist eine von vielen Arbeiten mit denen die Fotokünstlerin und Pädagogin Marta Hoepffner einen wichtigen Beitrag zur bildschöpferischen Fotografie des 20. Jahrhundert geleistet hat. Am 3. April vor 20 Jahren ist sie im Alter von 88 Jahren in der Nähe ihrer Wahlheimat Kressbronn verstorben. Ihre Werke sind im Besitz privater Sammler und Museen, ein großer Teil ihres Nachlasses befindet sich im Stadtmuseum Hofheim am Taunus. Marta Hoepffner ist Namensgeberin des dort seit 2002 verliehenen „Marta Hoepffner Preises für Fotografie“.

Hansi Müller-Schorp

© Hansi Müller-Schorp „Augen“

Hansi Müller-Schorp, geboren 1927 in Stuttgart, hat mit kreativer und perfekt gestalteter Sachfotografie auf sich aufmerksam gemacht. Im Fokus ihrer großformatigen Kamera standen Haushalts-und Alltagsgegenstände. Ihre streng komponierten Bilder von Tellern, Tassen, Besteck oder Gläsern, häufig gruppiert oder gestapelt prägen das Erscheinungsbild bekannter Firmen wie Arzberg, Schönwald oder Pott. Die Produkte der bekannten Hersteller nutzt Hansi Müller-Schorp auch für freie Arbeiten, wobei sie spielerischer vorgeht. Charakteristisch ist eine ausgefallene Lichtführung mit der sie die industriellen Erzeugnisse auf Formen und Linien voller Poesie reduziert. Selbst profanste Gegenstände wie Kleiderbügel aus Draht rückt sie anmutig ins Licht, wobei sie außer der eigenwilligen Ästhetik stets auch auf den Akt der Wahrnehmung betont.

Hansi Müller-Schorp gehört zu den wenigen Frauen, die sich in den der jungen Bundesrepublik in diesem schwierigen Metier behauptet haben. Von ihrem erfolgreichen Schaffen zeugen auch ihre Berufungen in den Bund Freischaffender Foto-Designer, dem Deutschen Werkbund, dem Verband Bildender Künstler und der Deutschen Fotografischen Akademie (DFA). In der DFA engagierte sie sich zudem von 1983 bis 2008 im Vorstand. Außerdem begründete sie in der Stuttgarter Gedok die Abteilung Film und Foto. Hansi Müller-Schorp ist Schülerin und Mitarbeiterin des einflussreichen Sachfotografen der Nachkriegszeit Willi Moegle (1897-1989), dessen Atelier in Leinfelden-Echterdingen sie Anfang 1970 übernahm und bis Mitte 1990 weiterführte. Das Atelier ist zugleich der Wohnsitz der Künstlerin.

2020: Agnes Blum „Mehrbilder“, Kantonsschule Kreuzlingen

© Agnes Blum aus der Serie Mehrbilder, o.J.

Seit über 40 Jahren lebt und arbeitet Agnes Blum, gebürtig aus Kevelaer am Niederrhein, in Konstanz. Die aus der Tradition des Fluxus‘ kommende Konzeptkünstlerin arbeitet mit Skulptur, Installation, Performance, Zeichnung und Fotografie. Sie bevorzugt weiche, fließende Materialien. Stoffe, Wäsche und Fundstücke gehören zu ihren wiederkehrenden Sujets. In der Kantonsschule Kreuzlingen (C-Gebäude der Kantonsschule, 8280 CH-Kreuzlingen, Pestalozzistr. 7) stellt Agnes Blum erstmals ihre in Portugal entstandenen Bilder öffentlich vor.

Hier finden Sie die Einladungskarte.

2020: Marta Hoepffner „Vom Sichtbaren zum Unsichtbaren zum Sichtbaren“, Zeppelin Museum Friedrichshafen

Begleitveranstaltung im Rahmen der Ausstellung: Wege in die Abstraktion Marta Hoepffner und Willi Baumeister
Wo: Zeppelin Museum Friedrichshafen, Seestr. 22, 88045 Friedrichshafen
Wann: 30. Januar 2020, 19 Uhr

Marta Hoepffner „Selbstportrait, 1935, © Estate Marta Hoepffner

Die 1912 in Pirmasens geborene Künstlerin leistete mit ihrer Experimentierlust Pionierarbeit auf dem Gebiet der Fotografie. Ihre Lichtobjekte führten das Medium an seine Grenzen. Angelehnt an Konzepte von Städelschule und Bauhaus eröffnete sie nach dem Krieg eine private Fotoschule, die über tausend Schüler ausbildete. Wann und warum steht sie im Licht und wann und warum im Schatten sind Fragen, die dabei aufgeworfen werden. Von 1971 bis zu ihrem Tod lebte die Künstlerin in Kressbronn, eine Zeit, die deshalb näher beleuchtet wird.